Marketing in der digitalen Transformation


Das digitale Marketing entwickelt sich mit einer wachsenden Dynamik weiter. Anwendungen, die vor kurzer Zeit noch als Top State oft the Art galten, werden durch innovative Technologien und Werkzeuge mehr und mehr ergänzt.

Hierbei handelt es sich nicht lediglich um kurzlebige Buzzwords. Vielmehr werden durch die sich abzeichnenden Weiterentwicklungen grundlegende Neuorientierungen im digitalen Marketing eingeleitet.

Das Marketing ist also selbst einer digitalen Transformation unterworfen. Dies wird im Folgenden an Kernfragen im digitalen Marketing verdeutlicht.

Aktuelle Entwicklungen im digitalen Marketing: Individualisierung bzw. Personalisierung, Internet of Things, Smart Data, Wearables, Context Marketing, Realtime und Righttime Marketing,, Glocal Marketing

Wer wird im digitalen Marketing angesprochen?

Während der Fokus im digitalen Marketing in den letzten Jahren noch auf dem Bereich der Social Media lag, so rückt heute das individuelle bzw. personalisierte Marketing mehr und mehr in den Mittelpunkt des Interesses.

Denn der Kunde erwartet eine spezifischere Ansprache. Individualisierung und Personalisierung werden zum neuen Erfolgsfaktor in der digitalen Kommunikation.

Statt der sozialen Massenkommunikation zum Beispiel auf Facebook werden mehr und mehr Chat Apps wie WhatsApp zur persönlichen Kommunikation von den Kunden bevorzugt. Weitere Ansatzpunkte zeigen sich im Service durch den stärker personalisierten Kundenservice auf Facebook oder Twitter oder Live Video Chats im Premium-Service.

Auch innerhalb sozialer Gruppen erlangen Einzelpersonen ein größeres Gewicht. Denn im Rahmen des Empfehlungsmarketings gewinnen Influencer mehr und mehr an Bedeutung für den digitalen Kommunikationserfolg.

Personalisierung und Individualisierung gelten also sowohl für den Sender als auch für den Empfänger in der digitalen Kommunikation.

Was kann im digitalen Marketing kommunizieren?

Das Internet of People ist durch die ansteigende Verbreitung von Social Media heute bereits zum Kommunikationsstandard avanciert.

Zurzeit erfolgt durch das Internet of Things und das damit verbundene explosive Ansteigen von Daten eine extreme Ausweitung der digitalen Kommunikationsmöglichkeiten. Das Internet der Dinge wird bereits jetzt als der wichtigste Zukunftstrend im Marketing eingeschätzt.

Ein Marketing 4.0 zeichnet sich analog zu der in den letzten Jahren viel diskutierten Industrie 4.0 ab.

Wodurch wird im digitalen Marketing kommuniziert?

Durch die ansteigenden digitalen Kommunikationsmöglichkeiten verdoppelt sich das für das Marketing nutzbare Datenvolumen immer schneller. Mehr und mehr kommt es in diesem Zusammenhang auf eine intelligente Transformation von Big Data in Smart Data an.

In der Konsequenz ist ein Smartes Marketing bzw. ein Smarter Service im Entstehen. Marketing gewinnt auf diesem Wege an (künstlicher) Intelligenz. Gleichzeitig kann Marketing auf diese Weise zum hochwillkommenen Service für den Kunden werden.

 Wie wird im digitalen Marketing kommuniziert?

Mobile Marketing gilt mittlerweile als grundlegendes Erfordernis im digitalen Marketing. Denn die rein stationäre Nutzung des Internets ist längst obsolet.

Durch den Siegeszug der Smartphones und Tablets ist ein mobiler Zugang zum Netz Standard geworden und auch das Angebot von WLAN wird als selbstverständliche Leistung von den Kunden in Restaurants, Hotels oder öffentlichen Einrichtungen gefordert.

Mit Wearable Devices wie den Smart Watches oder Smart Glasses wird nun ein erneutes Gamechanging im digitalen Marketing erzielt. Aus dem mobilen Internet wird ein tragbares Internet. Ein Wearable Marketing entsteht.

Womit wird im digitalen Marketing kommuniziert?

In den vergangenen Jahren galt das Content Marketing als Zauberformel für eine erfolgreiche digitale Kommunikation.

Doch die Entwicklungen gehen in zunehmender Geschwindigkeit weiter. Der Nutzwert von Informationen in spezifischen Situationen gewinnt für den Kunden an Bedeutung.

Ein neues Context-Marketing entwickelt sich. Gezielte Context-Informationen werden in Zukunft die gewünschten Pull-Wirkungen erzeugen, während das allgemeine Content-Marketing mehr und mehr einen Push-Charakter mit einem sinkenden Wirkungsgrad erhält.

Wann wird im digitalen Marketing kommuniziert?

Richtete sich der Zeitpunkt der digitalen Kommunikation in der Vergangenheit noch an festen Redaktionsplänen aus, so rückt heute das Echtzeit-Marketing bzw. die Realtime-Kommunikation in den Mittelpunkt des Interesses.

Doch erst die Kommunikation zum richtigen Zeitpunkt, d.h. zur Righttime erfüllt die Bedürfnisse des Kunden wirklich. Je präziser ein Unternehmen die jeweilige zeitliche Situation im spezifischen Nutzerverhalten des Kunden berücksichtigt, desto wertvoller wird für den Kunden der Content eines Unternehmens. Hier besteht also eine enge Verbindung zum Context-Marketing.

Wo wird im digitalen Marketing kommuniziert?

Das World Wide Web ist zum Synonym für eine globale Kommunikation geworden. Dies hatte zur Folge, dass in den Entstehungszeiten des digitalen Marketings vor allem Großunternehmen die Möglichkeiten des Internets für sich nutzten.

Durch das sich entwickelnde Internet of Places erweiterte sich der Fokus um das lokale Marketing. Für kleine und mittelständische Unternehmen resultierte hieraus eine immense Ausweitung ihrer Möglichkeiten im digitalen Marketing.

In Zukunft wird das Glocal Marketing, d.h. die Verbindung von weltweit standardisierter Kommunikation mit ausgeprägten lokalen Inhalten an Bedeutung gewinnen.

Kundennutzen entscheidet über den Erfolg im digitalen Marketing

Die Schnelligkeit der technologisch induzierten Veränderungen im digitalen Marketing wird vielfach noch unterschätzt.

Zudem sind die Online- und die Offline-Welten erst viel zu wenig vernetzt. Entscheidend für den Erfolg im digitalen Marketing ist jedoch einzig und allein der Kundennutzen. Und der verlangt eine ganzheitliche Sichtweise.

Digitalisierung muss daher immer vom Kundennutzen her – und nicht aus der Technikersicht – gedacht werden.

Weiterführende Links:

Simmet, Heike, Fünf Trends im digitalen Marketing für 2015, in: https://hsimmet.com/2015/01/03/fuenf-trends-im-digitalen-marketing-fur-2015/

Simmet, Heike, Acht Trends in der digitalen Kommunikation für 2014, in: https://hsimmet.com/2013/12/27/acht-trends-in-der-digitalen-kommunikation-fur-2014/

Charts zum Thema:

Simmet, Heike, Aktuelle Entwicklungen in der digitalen Kommunikation, in: http://de.slideshare.net/HeikeSimmet1/aktuelle-entwicklungen-in-der-digitalen-kommunikation

Über Heike Simmet

Prof. Dr. Heike Simmet Hochschule Bremerhaven https://plus.google.com/+HeikeSimmet
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2 Antworten zu Marketing in der digitalen Transformation

  1. Ich denke, gerade im Bereich Content-Marketing haben viele Unternehmen noch nicht verstanden, was dies eigentlich bedeutet. Ich stelle immer wieder fest, dass man einfach die »guten alten« Marketing-Texte nimmt, die etwas aufmöbelt und möglichst viel SEO hineinpackt – und dann glaubt, das sei nun Content Marketing.

    Entscheidend jedoch ist das richtige Verständnis des grundlegenden Prozesses im Digitalen Marketing; es geht um die Customer Journey, also: Ich muss erst echten Wert liefern, und zwar mehrfach, dann erst entsteht Vertrauen, dann erst kauft der Kunde.

    Dieses Grundprinzip kommt immer zum Tragen, sei es in Blog-Posts, sei es in hoch spezifischem E-Mail-Marketing, sei es über den Kanal WhatsApp. Es ist nicht der Kanal, der entscheidet, es ist die richtige Haltung dahinter.

    Dies ist meiner Meinung nach auch der grösste Unterschied zwischen dem Marketing in Europa und jenem in USA. Meine letzte Ausbildung dort hat mir das – wieder einmal – klar vor Augen geführt.

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